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Sonntag, 2012-02-05

Chavez Jr. bleibt Weltmeister

WBC-Gürtel

Der WBC-Gürtel bleibt im Besitz von Julio Cesar Chavez Jr. (Foto: SE)

Mittelgewichtler weist Rubio bei packendem Kampf in die Schranken

Seinen bis dato härtesten Test bestand der Sohn des legendären Julio Cesar Chavez in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Im Alamodome zu San Antonio, US-Bundesstaat Texas, schlug der WBC-Weltmeister im Mittelgewicht seinen Landsmann Marco Antonio Rubio verdient nach Punkten.

In einem packenden Gefecht kam der 31-jährige Rubio zunächst besser in den Kampf und konnte Chavez Jr. ein ums andere mal am Kopf treffen. Der Champion hat aber scheinbar wie sein berühmter Vater recht gute Nehmerfähigkeiten und teilte in den mittleren Runden ordentlich zum Körper von Rubio aus. Da beide Kämpfer ein recht hohes Tempo veranschlagten, war zu diesem Zeitpunkt scheinbar kurz die Luft aus dem Gefecht. Allerdings hielt dieser Waffenstillstand zur Freude der 14.000 Fans nicht sonderlich lange an. Der neun Jahre jüngere Titelverteidiger begann nämlich ab Runde sieben nun auch effektiv zum Kopf seines Rivalen zu treffen, musste sich allerdings sichtbar seine Kondition einteilen. Jedoch hielt der Herausforderer mit seiner beeindruckenden, wenn auch eher unpräzisen Aktivität in den folgenden Runden dagegen. Diese Kampfesweise setzte sich bis zum Ende der zwölften und letzten Runde fort.

Nun war es an den Urteilen der Punktrichter und an dem, was sie eher im Laufe des Duells bewertet hatten - die klaren Treffer von Chavez Jr. oder die schiere Masse an Schlägen von Rubio. Das Urteil lautete schließlich 116:112, 118:110 und 115:113 für den alten und neuen Weltmeister Julio Cesar Chavez Jr.

Im zweiten Titelkampf der Veranstaltung holte sich Nonito Donaire den WM-Gürtel in seiner dritten Gewichtsklasse. Gegen Wilfredo Vazquez Jr. ging es für den "Filipino Flash" um den vakanten Titel im Super-Bantamgewicht nach Version der WBO. Obwohl Donaire das Gefecht dominierte und seinen Gegner aus Puerto Rico in der neunten Runde sogar zum ersten Mal in dessen Karriere zu Boden beförderte, gab es nur eine geteilte Punktrichterentscheidung zu Gunsten des Mannes von den Philippinen. Es hieß schließlich 117:110, 117:110 und 112:115. Es war Donaires 28. Erfolg im 29. Kampf seiner Profikarriere.