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Cleverly erwartet Top-Fight

Nathan Cleverly aus Wales (Foto: ds-redesign.co.uk)
Murat-Gegner im Interview: "Alles weist auf einen großen Kampf hin!"
Am 18. September steht für den WBO-Weltranglistenzweiten Karo Murat der bislang wichtigste Kampf seiner Profilaufbahn auf dem Programm. In der LG Arena in Birmingham trifft der Schützling von Trainer Ulli Wegner auf Nathan Cleverly. Der Gegner aus Wales, derzeit im Halbschwergewicht die Nummer drei beim Weltverband WBO, hatte zuletzt gegen Antonio Brancalion den EM-Titel erobert. Jetzt will er mit einem Erfolg im WM-Ausscheidungskampf gegen Murat das Recht erkämpfen, um die WBO-Weltmeisterschaft zu boxen. Vor dem Fight in England stellte sich Cleverly unseren Fragen.
Herr Cleverly, im Februar eroberten Sie den EM-Titel. Würden Sie sagen, das war Ihr bislang schwerster Kampf?
Nathan Cleverly: Brancalion war vermutlich der versierteste Gegner, gegen den ich bisher geboxt habe. Doch ich sorgte dafür, dass es leicht aussah. Wie gesagt, von der Papierform her war es schwer, doch für mich war das einfach.
Sie haben selbst erst einmal außerhalb Großbritanniens geboxt. Mögen Sie es nicht, im Ausland zu kämpfen?
Nathan Cleverly: Ich boxte in Las Vegas und das gefiel mir gut. Es war außerhalb der heimischen Region, da herrschte kein Druck für mich und es war eine gute Erfahrung.
Freuen Sie sich auf den Kampf in Birmingham? Gut, Sie sind Brite, da scheint es auf den ersten Blick ein Heimspiel zu sein. Aber ist das als Waliser in England so?
Nathan Cleverly: Ich bin mir sicher, dass ich eine große Fangemeinde in Birmingham haben werde. Die Öffentlichkeit wird auf jeden Fall hinter mir stehen. Es ist auch nicht so weit von Cardiff nach Birmingham. Deshalb werden sehr viele Fans zum Kampf anreisen.
Was denken Sie über Ihren Gegner Karo Murat? Was für ein Boxer ist er?
Nathan Cleverly: Ich halte ihn für einen guten Kämpfer. Er ist sehr beständig und macht nur wenig falsch. Er ist ungeschlagen, genau wie ich. Alles weist auf einen großen Kampf hin!
Sie haben klare Größen- und Reichweitenvorteile. Denken Sie, dass Ihre Führhand der Schlüssel zum Erfolg in dem Fight sein wird?
Nathan Cleverly: Ich weiß noch nicht genau, welche Taktik ich einschlagen werde. Ich werde das im Ring sehen. Ich bin jemand, der sehr instinktiv kämpft.
Am Anfang Ihrer Profikarriere haben Sie nicht sehr oft vorzeitig gewonnen. Doch das hat sich inzwischen geändert. Die letzten sechs Gegner mussten sich vorzeitig gegen Sie geschlagen geben. Haben Sie etwas im Training geändert?
Nathan Cleverly: Nein, eigentlich wird nichts anders gemacht. Doch man reift natürlich und wird physisch stärker. Man darf nicht vergessen, dass ich gerade erst 18 Jahre alt war, als ich Profi wurde. Ich war noch fast ein Kind. Jetzt bin ich 22 und somit stärker.
Was ist mit dem derzeitigen WBO-Weltmeister Jürgen Brähmer? Glauben Sie, er wäre leichter zu schlagen als Murat? Oder ist Brähmer der bessere Kämpfer?
Nathan Cleverly: Ich würde am liebsten sofort gegen Brähmer boxen und ihn ausknocken! Doch ich glaube, gegen Murat wird es schwerer. Er ist noch ungeschlagen, Brähmer hat hingegen schon mehrfach verloren. Im Moment - an dieser Stelle meiner Karriere - ist Murat als Gegner auf jeden Fall die beste Option.
Was für eine Art Kampf erwarten Sie denn am 18. September?
Nathan Cleverly: Das wird der Fight zwischen zwei Boxern, die gedanklich schon den WM-Titel anpeilen. Das wird ein Kampf, der sehr interessant geführt wird. Ich kann es gar nicht mehr abwarten und freue mich auf diese Bewährungsprobe.
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