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Gutknecht meistert Pflicht

Gutknecht (l.) lag auf den Punktzetteln vorn (Fotos: Photo Wende)
Europameister lässt Uzelkov in Frankfurt schlecht aussehen
Eine derart überlegene Vorstellung hätten Eduard Gutknecht wohl nur wenige Box-Experten zugetraut! Der Europameister im Halbschwergewicht setzte sich am Samstagabend in der Fraport Arena in Frankfurt vor 3.000 Zuschauern mit einem einstimmigen Punktsieg gegen den ukrainischen Pflichtherausforderer Vyacheslav Uzelkov durch. Damit verbuchte der 29-jährige Gifhorner den 23. Erfolg im 24. Profikampf für sich.
"Die harte Vorbereitung hat sich bezahlt gemacht", sagte Gutknecht nach dem EM-Kampf. Und das machte er von der ersten Runde an deutlich. Zwar agierten beide Kontrahenten zunächst verhalten, doch bereits Ende des ersten Durchgangs kam der Titelverteidiger zu deutlichen Treffern mit der Rechten. Auch in Runde zwei blieb er überlegen. "Hier entscheidet der Kopf", rief Coach Ulli Wegner in der Rundenpause und wollte signalisieren, dass sich sein Schützling zeitweise zu sehr auf den Infight einließ.
Der 32-jährige Uzelkov wurde in der Folge aggressiver. Doch der Herausforderer aus Winnyzja knackte die Deckung des Deutschen nur selten. "Eddy, Eddy" halte es zudem immer wieder von der Tribüne der Fraport Arena. Der Deutsche hatte viele aus Niedersachsen mitgereiste Zuschauer hinter sich. Und so konnte er beruhigt in die zweite Kampfhälfte gehen. "Es war einfach toll, dass so viele Leute mit nach Frankfurt gereist sind, um mich anzufeuern", stellte er fest.
Doch Uzelkov kam danach besser in den Kampf. Da er durch seine Schlaghärte immer gefährlich wirkte, war es für den Titelverteidiger wichtig, möglichst keine Treffer zuzulassen. Weitestgehend gelang es ihm aber, den Ukrainer zu neutralisieren. "Es war gut, dass mich der Trainer in dieser Phase ein bisschen gebremst hat", so Gutknecht. Denn das zahlte sich aus. Ab der achten Runde versuchte der Herausforderer mit harten Händen weiter zuzulegen. Der Erfolg hielt sich allerdings in Grenzen.
In Durchgang neun kam Gutknecht wieder mit seiner Rechten durch. Wenig später stellte er den Gegner mehrfach an den Ringseilen. In der elften Runde fand ein krachender rechter Haken zum Kinn das Ziel. Uzelkov legte zum Schluss zwar noch einmal zu, doch den klaren Sieg von Gutknecht konnte er nicht verhindern. Mit 117:111, 116:112 und 115:114 lag der Europameister vorn. Und Uzelkov hätte sich nicht beklagen dürfen, wenn das Urteil der Punktrichter deutlich höher ausgefallen wäre.
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