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Heimspiel für Nader

Marcos Nader (r.) steigt am Samstag in Wien in den Ring (Fotos: SE)
Mittelgewichts-Hoffnung bestreitet den vierten Profikampf vor heimischem Publikum
Der Österreicher Marcos Nader (3-0) wird am 3. Oktober bei der Charity Boxgala in der Wiener Stadthalle B in den Ring steigen. Der erst 19-jährige Mittelgewichtler, der im März dieses Jahres in Kiel mit einem klaren Punktsieg gegen Fares Sahawneh einen erfolgreichen Einstand im Profilager feierte und auch die zwei folgenden Kämpfe gewann, trifft dabei auf den Slowaken Robert Blazo.
"Das ist ein echtes Heimspiel für mich", freut sich der Österreicher, der als Amateur für den Boxclub "Bounce" aus Wien-Ottakring in den Ring stieg. "Ich freue mich extrem. In der Heimat zu boxen, das ist schon eine ganz besondere Sache. Ob Familie, Freunde oder Bekannte - alle werden da sein, um mich beim Kampf zu unterstützen. Deshalb will ich natürlich glänzen."
Der Mann, der das verhindern will, ist Robert Blazo. Zwar kassierte der Rechtsausleger in 20 Profifights bisher mehr Niederlagen als er Siege einfuhr, doch für Nader ist das kein Grund, den 24-Jährigen zu unterschätzen. "Seine Bilanz sagt nicht viel über die wahre Stärke aus. Blazo verlor fast durchweg gegen Leute, die einen positiven Kampfrekord hatten. Man darf sich davon nicht täuschen lassen."
Auch Halb-Mittelgewichtler Nick Klappert, in Berlin Trainingsgefährte von Nader, hatte den Slowaken bereits vor den Fäusten. Dabei kam der Deutsche im November letzten Jahres zu einem Punktsieg. "Ich kenne Nick ja sehr gut. Er ist ein starker Boxer, der durchaus in der Lage ist, einen K.o. zu erzielen. Wenn Blazo gegen ihn nicht vorzeitig verloren hat, zeigt das, dass er Nehmer- und Willensqualitäten hat."
Dennoch erwarten die heimischen Boxfans natürlich einen Sieg von ihrem Lokalmatador. Schließlich gilt Nader, der im Jahr 2006 bei der Kadetten-EM den dritten Platz belegte und im September letzten Jahres in Frankfurt (Oder) mit dem Brandenburg-Cup eines der bekanntesten internationalen Junioren-Boxturniere Deutschlands gewann, als derzeit größter Hoffnungsträger im österreichischen Profiboxsport.
Schon sein Wechsel zu den Berufsboxern hatte in seinem Heimatland für großen Wirbel gesorgt. "Mein erster Profikampf wurde gleich im Fernsehen übertragen. Das führte natürlich dazu, dass viele Menschen den Kampf sahen und mich dann später auf der Straße angesprochen haben. Das war schon ein tolles Gefühl. Jetzt geht es darum, die in mich gesetzten Hoffnungen mit weiteren Siegen zu untermauern", weiß er.
Auf den Fight am 3. Oktober bereitete er sich deshalb auch besonders akribisch vor. "Nach dem letzten Kampf am 29. August in Halle (Westfalen) habe ich gleich am Montag das Training wieder aufgenommen. Zunächst trainierte ich in Wien. Seit dem 13. September habe ich mir dann in Berlin den letzten Feinschliff geholt. Für mich wird es der erste Sechs-Runder meiner Laufbahn sein. Darauf bin ich eingestellt", so Nader.
Neben dem Auftritt des Österreichers darf sich das Publikum in Wien auf weitere Kämpfe freuen. Dabei wird sich unter anderem auch Nadia Raoui aus Herne im Ring präsentieren. Im Kampf um den WPBO-Gürtel trifft die 24-jährige Fliegengewichtlerin auf Fleis Djendji aus Serbien. Im Super-Mittelgewicht werden sich Vilmos Balog (Ungarn) und Vasil Klyusa (Ukraine) um den WBC-Mediterranean Gürtel gegenüberstehen.









