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Mittwoch, 2010-03-10

Krull will makellose Bilanz weiter ausbauen!

Schwergewichtler Jens Krull (Fotos: SE und Frank Ludwig)

Im Rahmenprogramm von Huck am Samstag gegen Kurtagic

Früher nannte ihn Trainer Otto Ramin manchmal den "Schweiger". Dabei ist Jens Krull, der 2,09 Meter große Schwergewichtler, eigentlich ein netter Zeitgenosse. Doch im Ring darf der in Hagenow (Mecklenburg-Vorpommern) geborene Kämpfer natürlich keinen Spaß verstehen. Das will er auch am 13. März in der Berliner Max-Schmeling-Halle unter Beweis stellen. Denn dann trifft er auf den Serben Samir Kurtagic, der mit einer Bilanz von sechs Siegen aus sechs Profikämpfen - davon fünf durch K.o. - nach Berlin reist.

Die Bezeichnung "Schweiger" hat nichts mit dem Kampfstil von Krull zu tun. "Damit meinte mein Trainer wohl eher, dass ich generell nicht so viel spreche. Ich bin einfach nicht so redegewandt, deshalb sage ich meistens nicht so viel wie andere", erklärt der 20-Jährige. Doch nach acht Siegen aus acht Profikämpfen hat sich das schon ein wenig geändert. "Durch Erfolge wird man selbstbewusster. Das ist bei mir natürlich auch so. Ich habe schon sechsmal vorzeitig gewonnen. Da wird man automatisch ein bisschen freier", so Krull.

Mit einer Körpergröße von 2,09 Meter und rund 130 Kilogramm Kampfgewicht gehört Jens Krull auf jeden Fall zu den ganz großen Brocken im Profiboxsport. Anders als beim früheren WBA-Weltmeister Nikolai Valuev aus St. Petersburg liegt bei dem in Wittenburg aufgewachsenen Schwergewichtler die Größe quasi in der Familie. "Mein Vater ist 1,96 Meter groß und auch meine Mutter ist nicht gerade klein. Deshalb war es nicht weiter verwunderlich, dass ich eine solche Größe erreicht habe", erzählt der in Berlin trainierende Schwergewichtler.

Sein Coach warnt jedoch weiterhin davor, zu große Leistungssprünge zu erwarten. Er will Jens Krull behutsam an größere Aufgaben heranführen. "Er ist ein Boxer, der mehr von seinen physischen Eigenschaften, also der Größe sowie der Schlagkraft, leben muss. Doch er braucht natürlich Zeit, um sich zu entwickeln. Seinen letzten Kampf hat er im November gemacht. Danach hat er quasi weiter kontinuierlich trainiert. Wir haben versucht, in dieser Zeit im Bereich der Athletik zuzulegen. Aber das geht natürlich alles nicht so schnell", berichtet Otto Ramin.

"Ich merke, dass ich besser und besser werde. Vor allem habe ich mich im Fitness-, Kraft- und Technikbereich entwickelt", sieht auch Krull Fortschritte. Bis zum Juli letzten Jahres absolvierte er neben dem Boxen noch eine Ausbildung zum Bürokaufmann. Da konnte er manchmal noch nicht so intensiv trainieren, wie heute. "Jetzt kann ich mich noch mehr auf das Boxen konzentrieren. Ich hoffe, dass sich das auszahlt. Doch nicht nur ich werde besser - auch meine Gegner. Deshalb ist der Kampf gegen den ungeschlagenen Samir Kurtagic schon eine gute Möglichkeit, genauer zu sehen, wo ich stehe."

Eintrittskarten für die Boxgala am 13. März in der Berliner Max-Schmeling-Halle, bei der auch Marco Huck, Yoan Pablo Hernandez, Alexander Frenkel und Alexander Povetkin in den Ring steigen, gibt es unter der Tickethotline 01805 / 10 14 14 (€ 0,14 / min) und bei www.ticketcorner.com.