Kessler legt Green schlafen
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Wiegen Kopenhagen
Sowohl Kessler als auch Green im geforderten Gewichtslimit
Licina unterliegt Alekseev

Für Licina (l.) reichte es nicht zum Sieg (Fotos: Winfried Mausolf)
Kampfgeist reicht gegen früheren Amateur-Weltmeister nicht zum Sieg
Der Traum von Enad Licina, vor heimischer Kulisse Europameister zu werden, ist vorerst geplatzt. Der 32-jährige Cruisergewichtler unterlag am Samstagabend dem früheren Militär- und Amateur-Weltmeister Alexander Alekseev klar nach Punkten. Damit kassierte der Schützling von Trainer Karsten Röwer in der Fraport Arena in Frankfurt die vierte Niederlage im 25. Profikampf.
Die Zuschauer hatte Licina zwar auf seiner Seite, einen deutlich besseren Start erwischte allerdings sein in Hamburg lebender Kontrahent. Vor allem mit der Führhand war der 30-jährige Alekseev zu Beginn deutlich aktiver. Im zweiten Durchgang führte dann ein unabsichtlicher Kopfstoß zu einem großen Cut auf der Stirn von Licina, so dass ihm das Blut in die Augen schoss und die Sicht behinderte.
"Die Cutverletzung kam vielleicht ein bisschen zu früh und machte die Sache noch schwerer", so Licina hinterher. "Aber ich habe versucht, zu kämpfen. Doch letztendlich hat es nicht gereicht - Alekseev war heute einfach der bessere Mann." Dennoch kam der Lokalmatador in der dritten Runde auf und mehrmals mit der Rechten durch, ehe er sich dann aber noch einmal schnellen Händen seines Gegners ausgesetzt sah.
Im vierten Durchgang suchten beide Kontrahenten Fuß an Fuß agierend den Vorwärtsgang. Alekseev brachte einige Male seine Schlaghand ins Ziel, Licina verbuchte im Infight die besseren Treffer für sich. "Man muss doch mal kämpfen", schimpfte Trainer Karsten Röwer in der Pause zur sechsten Runde. Doch das gelang nur bedingt. Licina hielt zwar besser dagegen, aber Alekseev gab das Geschehen nicht aus der Hand.
"Ich glaube, ich habe heute eine gute Leistung gezeigt. Es war immer mein Ziel, auch bei den Profis Weltmeister zu werden. Und heute habe ich mit dem Gewinn des EM-Titels einen großen Schritt in diese Richtung gemacht", sagte der von Oktay Urkal trainierte Alekseev, der den 23. Sieg im 25. Fight als Berufsboxer einfuhr, auf der Pressekonferenz nach dem Fight.
Im Schlussdurchgang wehrte sich Licina zwar noch einmal vehement gegen die drohende Niederlage. Doch der in der Rechtsauslage agierende Alekseev war an diesem Abend einfach fast immer eine Klasse besser und ließ sich kaum in Bedrängnis bringen. Entsprechend klar fiel am Ende die Wertung der Punktrichter aus. Sie sahen den Russen mit 118:110, 118:112 und 116: 112 vorn.









