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Dienstag, 2010-01-26

Nächster Fight für Pulev

Ralf Lewandowski, Kubrat Pulev u. Otto Ramin (Fotos: Winfried Mausolf)

Kubrat Pulev im fünften Profikampf gegen Ex-Europameister Matt Skelton

Kubrat Pulev (4 Profikämpfe, 4 Siege) gehört zu den großen Hoffnungsträgern im Schwergewicht. Nachdem der Bulgare bereits bei den Amateuren zahlreiche Siege eingefahren hatte und im Jahr 2008 in Liverpool Europameister im Super-Schwergewicht geworden war, wechselte er im vergangenen Jahr ins Lager der Berufsboxer. Dem 28-Jährigen lagen Angebote aus der ganzen Welt vor - unter anderem aus den USA. Dennoch entschloss er sich, für das deutsche Sauerland-Team in den Ring zu steigen.

"Sauerland Event ist einer der größten Promoter weltweit. Für mich ist die Zusammenarbeit eine gute Möglichkeit, um zu zeigen, dass ich mich als Boxer weiter entwickeln kann. Für mich war aber auch sehr wichtig, dass ich mich mit allen im Team ausgezeichnet verstehe", sagt Pulev über seinen Entschluss. "Bei den Amateuren hatte ich mit meinen Medaillen und der Teilnahme an den Olympischen Spielen alles erlebt, was man sich außerhalb des Berufsboxens vorstellen kann. Deshalb entstand der Wunsch, zu den Profis zu gehen."

Seine ersten Versuche als Boxer machte Pulev im Alter von 15 Jahren. "Mein Vater, der im Super-Schwergewicht boxte, hat mich inspiriert und mir den Weg quasi vorgegeben." Am 19. September letzten Jahres folgte dann in Neubrandenburg sein Profidebüt. Dabei kam er gegen Florian Benke (Rumänien) zu einem technischen K.o.-Erfolg in der zweiten Runde. Siege gegen Serdar Uysal, den Lamon Brewster-Bezwinger Gbenga Oloukun und den Amerikaner Zack Page folgten. Am 30. Januar trifft Pulev im Jahnsportforum auf den Briten Matt Skelton.

"Das ist schon ein wenig verwegen, was wir hier machen", sagt Pulev-Trainer Otto Ramin. "Für Kubrat Pulev ist es der erste Acht-Runden-Kampf seiner Laufbahn. Skelton hingegen war Profi-Europameister und boxte schon gegen Ruslan Chagaev um die WBA-Weltmeisterschaft im Schwergewicht. Das ist also ein ganz erfahrener Mann, den das Publikum in Neubrandenburg ja aus dem letzten Jahr vom Kampf um den EU-Titel gegen Francesco Pianeta her kennt. Mit so einem Gegner geht man schon ein gewisses Risiko ein."

Obwohl der Brite mit 22 Siegen aus 26 Profikämpfen nach Deutschland kommt, glaubt Ramin fest an seinen Schützling aus Sofia: "Kubrat sollte ihn aufgrund der Schnelligkeit besiegen können. Nachdem er sein Konditions- und Krafttraining in Bulgarien absolviert hatte, kam er Anfang Januar nach Berlin zurück. Hier hat er eine gute Sparringsphase absolviert. Die Ansetzung gegen Skelton zeigt, dass wir mit Kubrat Pulev eine Menge erreichen wollen. Doch jetzt muss er diese Herausforderung erst einmal meistern."