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Weber schlägt Di Giacomo

Henry Weber gewann seinen Fight in Kiel (Fotos: Photo Wende)
Nach der WM-Niederlage im Januar in Kiel mit einem Punktsieg erfolgreich
Henry Weber ist zurück! Nach der WM-Niederlage im Januar gegen WBO-Weltmeister Robert Stieglitz erkämpfte der Stralsunder am Samstagabend in der Sparkassen-Arena-Kiel vor 6.000 Zuschauern einen knappen Punkterfolg gegen Lorenzo Di Giacomo. Damit verbesserte der Super-Mittelgewichtler seine Bilanz auf 16 Siege und ein Unentschieden aus 18 Profikämpfen.
"Ich war nicht ganz zufrieden", analysierte Weber hinterher. "Ich habe aber das Beste daraus gemacht und von Anfang an die Führung behalten." In der Anfangsphase hieß das, dass Weber versuchte, das Geschehen im Ring mit seiner Führhand und rechten Geraden an sich zu reißen. Doch sein Gegner aus Italien legte den Vorwärtsgang ein, um im Infight zu Treffern zu kommen. Weber hatte mit seinem rechten Aufwärtshaken allerdings ein effektives Mittel, um den Widersacher mehrmals in Bedrängnis zu bringen. Auch in Runde zwei entwickelte sich ein abwechslungsreiches Gefecht. Di Giacomo suchte erneut die Offensive, Weber stellte den 33-Jährigen trotzdem mehrfach an den Seilen.
Dann verlor der Stralsunder den Faden. "Ich wollte an den guten letzten Kampf anknüpfen, das ist mir aber nicht durchgängig gelungen. Aber Di Giacomo war auch ein unangenehmer Gegner, der durchaus seine Momente hatte." In der Tat! Denn im dritten Durchgang kassierte Henry Weber ein paar harte Treffer. In der vierten Runde hatte der Schützling von Trainer Otto Ramin ebenfalls Probleme und offenbarte Lücken in seiner Deckung. Lorenzo Di Giacomo, der in seiner Laufbahn schon dreimal um den EM-Titel gekämpft hatte, nutzte das.
Im siebten Durchgang riss Weber den Kampf dann endgültig wieder an sich. Mit rechten Aufwärtshaken und linken Händen zum Körper drehte der 23-Jährige auf. Am Ende lag er bei den Punktrichtern vorn. Mit 77:75, 77:75 und 78:74 war die Wertung einstimmig. Henry Weber: "Ende gut, alles gut. Heute habe ich mich schwer getan. Doch letztendlich zählt, dass ich gegen einen ganz erfahrenen Mann gewonnen habe. Beim nächsten Mal muss ich aber noch eine Schippe drauflegen."
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