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24.05.2013
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Mikkel Kessler

Mikkel Kessler ist mehr als nur der WBC-Champion im Super-Mittelgewicht. Ein Blick auf seinen phantasievoll mit Tätowierungen verzierten Oberkörper lässt es erahnen: Der „Viking Warrior" ist ein Mann voller Geheimnisse und sagenumwobener Geschichten. Nicht alle davon sind verbrieft. Ob beim Anblick seines stählernern Oberkörpers wirklich einmal eine amerikanische TV-Reporterin vor Entzückung in Ohnmacht gefallen ist, kursiert zumindest als Gerücht. Dass er einer der besten Boxer der Welt ist, steht außer Frage. Diese schmerzhafte Erfahrung mussten auch Markus Beyer und Danilo Häußler machen, die der 31-Jährige im Oktober 2006 bzw. zwei Jahre später im Oktober 2008 jeweils in der dritten Runde auf die Bretter schickte. Seit kurzem steigt der dänische Volksheld selbst für das Sauerland-Team in den Ring. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit", so Kessler. „Ich will große Kämpfe in Dänemark, Deutschland und vor allem Amerika machen, und dafür gibt es keinen besseren Boxstall als Sauerland Event."

Erst ein einziges Mal in seiner Karriere musste Kessler vor dem Super-Six-Turnier den Ring als Verlierer verlassen - und zwar im November 2007 im Mega-Fight gegen den Waliser Joe Calzaghe. „Das war einfach nicht mein Tag", gab er nach der klaren Punktniederlage zu Protokoll. Ein Sieg und Kessler hätte in den USA Millionen verdienen können - Millionen, die er jetzt mit dem Sauerland-Team holen will. Denn Kessler hat die Niederlage gut verkraftet. In Windeseile holte er sich den WM-Gürtel zurück und ließ auch Pflichtherausforderer Häußler in Oldenburg keine Chance. „Ich will der beste Boxer der Welt werden", so sein ehrgeiziges Ziel.

Wer Kessler kennt, weiß eines ganz genau: Dem Vorzeigeathleten kann es gar nicht schnell genug gehen. Er ist ein absoluter Geschwindigkeitsfanatiker. „Ich habe eine Leidenschaft für Speed. Ich besitze mehrere schnelle Autos und Motorräder." Um sich vom anstrengenden Trainingsalltag zu erholen, spielt Kessler gerne Strategie-Spiele am Computer oder geht ins Kino. Aufgewachsen ist der Publikumsliebling in der Hauptstadt Kopenhagen. 43 Siege (31 K.o.´s) stehen für ihn zu Buche. Zum ersten Mal Weltmeister wurde er im November 2004, als er Manny Siaca in seiner Heimat durch technischen K.o. in der siebten Runde besiegte. Seither hat er unter anderem Anthony Mundine, Eric Lucas und Librado Andrade geschlagen.

(Fotos: Howard Schatz)